31. März 2026
Manchmal erreicht uns zu unseren Produkten eine einfache, aber durchaus wichtige Frage: „Warum ist ein SHIFTphone eigentlich so teuer?“ Wir freuen uns über diese Frage, denn sie zeigt, dass sich Menschen bewusst mit dem Wert hinter einem Produkt auseinandersetzen. Der Preis allein erzählt allerdings nur die halbe Geschichte. Er ist eine Zahl, aber keine Erklärung. Ähnlich wie bei Bio-Lebensmitteln, die auf den ersten Blick teurer wirken, steckt auch hinter unserem Preis eine bewusste Entscheidung für Fairness, Langlebigkeit und echte Nachhaltigkeit.
Smartphone-Preise im Vergleich: Wo steht das SHIFTphone?
Ein Blick auf den Markt zeigt: Aktuelle Top-Modelle großer Hersteller wie das Apple iPhone 17 Pro oder das Samsung Galaxy Z Fold 7 kosten schnell zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Einsteiger-Smartphones bekannter Marken sind zwar schon ab 200 Euro erhältlich, und mit Refurbished-Geräten lässt sich auch noch mal Geld sparen, doch wer hier nur auf den Preis schaut, übersieht oft die versteckten Kosten: kurze Lebensdauer, fehlende Software- und Sicherheitsupdates, schlechte Reparierbarkeit, fragwürdige Produktionsbedingungen und – anders als bei uns: kein Gerätepfand, keine kulanten Garantiebestimmungen und kein Rückkaufversprechen.
Das SHIFTphone 8 ist kein High-End-Luxusgerät, aber auch kein Billigprodukt. Technisch betrachtet positioniert es sich im Vergleich zum übrigen Smartphone-Markt im guten Mittelfeld. Und das nicht nur preislich, sondern auch in Sachen Leistung und Qualität. Rückt man die Nachhaltigkeit in den Fokus, spielt es natürlich in der ersten Liga und da ganz weit vorne mit. Wer langfristig denkt, erkennt schnell: Unser Ansatz spart nicht nur Ressourcen, sondern auf Dauer auch Geld.
Was ein fairer Smartphone-Preis wirklich bedeutet
Viele Smartphones sind heute verklebt, schwer zu reparieren und auf schnellen Austausch ausgelegt. Sie wirken günstig, doch ihr wahrer Preis wird oft erst später sichtbar: durch eine kurze Nutzungsdauer, teure Reparaturen oder die Umweltbelastung durch Elektroschrott. Wir haben uns bewusst für einen anderen Weg entschieden, der Verantwortung in den Vordergrund stellt.

Fair produzieren statt Kosten drücken
Unsere Geräte entstehen in unserer eigenen Manufaktur in China, wo wir mit Menschen zusammenarbeiten, die wir persönlich kennen. Faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und transparente Lieferketten sind für uns keine Marketingfloskeln, sondern gelebte Praxis. Das bedeutet: Unsere Produktion ist nicht auf maximale Profitmaximierung ausgelegt, sondern auf Wertschätzung für Menschen und Umwelt.
Bewusst kleiner, aber nachhaltiger wachsen
Anders als globale Konzerne produzieren wir in kleineren Stückzahlen. Das erhöht zwar unsere Einkaufspreise, vermeidet aber Überproduktion und Lagerüberschüsse. Wir wachsen Schritt für Schritt und in einem Tempo, das wir ökologisch und sozial verantworten können. Gerade beim SHIFTphone 8 machen sich die gestiegenen Preise für Speicher und Komponenten bemerkbar. Als kleines Unternehmen können wir solche Kosten nicht einfach „wegoptimieren“. Stattdessen setzen wir auf langfristige Lösungen: faire Preise, ehrliche Kommunikation und ein Produkt, das hält, was es verspricht. Hierbei helfen uns außerdem die vielen Zubehör-Artikel, die wir rund um unsere Smartphones anbieten, die eine nachhaltige Alternative darstellen und im Vergleich zu anderen Produkten am Markt, nicht zwingend mehr kosten.

Mehr als nur ein Smartphone: Ein Lebenszyklus mit Zukunft
Ein SHIFTphone ist kein Wegwerfartikel. Wir begleiten es über Jahre mit Ersatzteilen, Reparaturservice und einem Rücknahmeprogramm, das Geräten ein zweites Leben ermöglicht. Das ist aufwendig, aber es ist der richtige Weg. Nachhaltigkeit endet für uns nicht beim Verkauf unserer Produkte. Das wird auch dadurch ersichtlich, dass zum Lieferumfang unserer Geräte selbstverständlich auch Displayschutz und Bumper gehören – wichtiges Zubehör, das Smartphones langfristig schützt und bei anderen Herstellern oft zusätzlich erworben werden muss.
Wir zahlen keine Dividenden an Aktionäre, sondern investieren in Innovation, Weiterentwicklung und spenden Gewinne in nachhaltige Projekte. Wir zahlen unsere Steuern in Deutschland und unser Geschäftsmodell orientiert sich am Gemeinwohl (Ja, wir sind sogar gemeinwohlzertifizert), nicht an kurzfristigen Gewinnen. Unser Ziel ist nicht, das günstigste Smartphone anzubieten. Unser Ziel ist, das verantwortungsvollste zu schaffen.
Die richtige Frage: Was ist uns ein Smartphone wirklich wert?
Am Ende geht es nicht nur darum, was ein Smartphone kostet, sondern darum, welche Werte wir unterstützen. Wollen wir eine Wirtschaft, die auf Ausbeutung und Wegwerfmentalität setzt? Oder eine, die Fairness, Langlebigkeit und echten Mehrwert belohnt? Mit unseren Produkten zeigen wir, dass es auch anders gehen kann.
24. Feb. 2026
Vor über vier Jahren haben wir mit der Entwicklung des SHIFTbook begonnen. Damals noch unter dem Namen SHIFT13mi war das für uns ein neuer Schritt. Die Idee eines Detachable Notebook Device begeisterte uns schon einige Jahre zuvor mit dem SHIFT12. Jetzt gut drei Jahre nach dem offiziellen Produktlaunch haben wir die letzte Einheit verkauft und ein würdiger Nachfolger ist mit dem SHIFTbook 2 bereits im Crowdfunding. In diesem Artikel möchten wir zurückblicken, darauf eingehen wie wir das SHIFTbook weiterhin supporten und wie die Zukunft aussieht.

Das SHIFTbook 1 – etwas ganz Besonderes
Das Herzstück des SHIFTbook 1 ist der Intel-Tiger-Lake-Prozessor der 11. Generation. Dank ihm konnten wir das Hybrid-Cooling-System mit zwei Lüftermodi einbauen. So kann man das SHIFTbook im Silentmode ohne Lüfter betreiben und im Powermode die volle Leistung abrufen. Die Dual-Speicher-Slots mit wechselbaren M.2-SSD-Modulen bieten zum Beispiel die Möglichkeit, zwei verschiedene Betriebssysteme auf dem SHIFTbook zu nutzen. Das SHIFTbook wurde mit Linux oder Windows 11 ausgeliefert. Die Onboard-Grafikkarte kann mit einer eGPU erweitert werden, und es gibt bis zu 32 GB LPDDR Arbeitsspeicher. Das SHIFTbook ist modular aufgebaut, sodass man neben den SSD-Speicherkarten auch die Hauptplatine, den Akku oder das Display tauschen kann, wenn nötig. Die Frontkamera mit Mikrofon und Killswitch war ein Wunsch der Community, den wir sehr gerne umgesetzt haben; zurückzuführen auf unser SHIFTtalk-Livestream-Format, in dem genau solche Wünsche und Ideen ausgetauscht werden konnten. Fast alle SHIFT-Mitarbeitenden nutzen das SHIFTbook bei ihrer täglichen Arbeit und auch dieser Text ist auf einer SHIFTkeys-Tastatur mit Blick auf das SHIFTbook entstanden.

Die SHIFTkeys – ein Pionier
Die Tablet-Einheit des SHIFTbook wird durch die SHIFTkeys und den SHIFTpen ergänzt. Die SHIFTkeys sind mehr als nur eine gewöhnliche Tastatur. Man kann sie auch als 10-Finger-Multitouchfläche nutzen, dank der innovativen TouchOnKeys®-Technologie. Außerdem kann man die Tastatur mit zahlreichen USB-C-Anschlüssen auch als USB-C-Hub und Powerbank nutzen. In der Tastatur haben zwei Universalakkus Platz. Der Universalkku kommt auch im SHIFTphone 8, SHIFT6mq, per Adapter sogar im SHIFT6m zum Einsatz und lädt beide Akkus zuverlässig.
Ausverkauft aber noch lange nicht am Ende – Second Life Geräte bereits verfügbar
Wie bei uns üblich gilt für das SHIFTbook eine fünfjährige Reparaturgarantie ab Lieferdatum. Auch nach dem Kauf sind wir also für dich da, kümmern uns um mögliche Probleme und stellen dir entsprechende Ersatzteile für die Reparatur zur Verfügung. Das SHIFTbook 1 profitiert in Zukunft von der Weiterentwicklung des SHIFTbook 2 und dem neuen Zubehör, das wir dafür entwickeln werden. Mit dem SHIFTstand gibt es bereits eine weitere User Experience für das SHIFTbook 1 und das zukünftige SHIFTbook 2. Wie bei unseren SHIFTphones bieten wir das SHIFTbook 1 bereits als Second Life-Gerät im Shop an. Denn durch das Gerätepfand und viele weitere Maßnahmen zur Kreislaufwirtschaft wollen wir alle Geräte wie auch das SHIFTbook so lange wie möglich nutzen, um Ressourcen, die bei der Produktion eingesetzt wurden, möglichst auf viele Jahre zu verteilen.
Das SHIFTbook als ein weiterer Zwischenschritt zum SHIFTmu
Wir haben mit dem SHIFTbook 1 jede Menge Erfahrungen gesammelt, die wir jetzt für das SHIFTbook 2 und auch für das SHIFTmu nutzen können. Die SHIFTkeys passen zum Beispiel perfekt in ein Universal-Computer-Szenario.
16. Jan. 2026
Mit dieser Verkündung schließt sich für mich – sowohl als Sportler als auch als SHIFT-Mitarbeiter – ein ganz besonderer Kreis.
Jetzt denkt ihr euch vielleicht: „Was haben sich die Waldeck-Brüder denn diesmal ausgedacht?“ Ein nachhaltiger Hometrainer von SHIFT, der nicht nur fit hält, sondern gleichzeitig euer Zuhause mit Strom versorgt?
Hm… nein. Diese Idee überlassen wir lieber einem anderen motivierten Start-up. Es geht – wie so oft in Deutschland, wenn es um Sport geht – um Fußball.
Ja, ich gestehe: Ich bin auch einer von denen. Als echter Falkenberger habe ich meine Fußballschuhe damals auf dem Sportplatz meines Heimatvereins geschnürt. Was früher als Bambini begann, führt mich heute wieder zurück – nicht in die Fußballschuhe, sondern auf das Trikot des Fußballvereins FSG Efze 04.
Denn: SHIFT ist Trikotsponsor der FSG Efze 04 Bambini-Mannschaft – Vision trifft auf Tradition!
Werte, Wurzeln, Teamgeist – SHIFT und FSG gemeinsam auf dem Platz
Wie ihr wisst, liegt uns regionales Engagement (Gänsemarkt, Erlebnishof Singlis) und Heimatverbundenheit besonders am Herzen. Genauso wie der FSG Efze 04. Die FSG ist eine Fußballspielgemeinschaft aus dem Zusammenschluss des FTSV Harle und des SV 07 Falkenberg – also direkt hier bei uns vor der Haustür. Sie ist fest in der Region verwurzelt und für viele Menschen ein fester Bestandteil des Alltags. Für diejenigen, die sich jedes Wochenende auf das nächste Spiel freuen. Für alle, die die Gemeinschaft am Spielfeldrand genießen. Für die, die sich bewegen, sich auspowern und einen Ausgleich zum Alltag finden wollen.
Darum freuen wir uns sehr über die neue Partnerschaft mit der FSG Efze 04!
Sport verbindet – und mal ehrlich mehr Technik am Ball geht nicht.

08. Dez. 2025
Design ist für uns kein Selbstzweck – es ist Verantwortung. Es ist der Rahmen, in dem wir Wandel möglich machen. Deshalb bedeuten uns diese beiden neuesten Auszeichnungen weit mehr. Sie sind ein Zeichen dafür, dass sich unser Weg lohnt.
Bundespreis Ecodesign 2025: SHIFTphone 8 gehört zu den Preisträgern

Bild: eigene Aufnahme, Beitragsbild: Sandra Kühnapfel © IDZ
Der Bundespreis Ecodesign ist die höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland. Verliehen vom Bundesumweltministerium (BMUV) und dem Umweltbundesamt (UBA), gilt er seit über einem Jahrzehnt als Maßstab für herausragende Gestaltung, die ökologische Wirkung mit Innovationskraft verbindet.
In diesem Jahr wurden am 1. Dezember insgesamt 14 Preisträger ausgezeichnet – darunter auch das SHIFTphone 8. Von 380 eingereichten Projekten wurden 149 zur Jurysitzung eingeladen, 30 nominiert – eine große Ehre und keine Selbstverständlichkeit.
Es war inspirierend, Teil einer Veranstaltung zu sein, die zeigt, wie viel Potenzial in gutem Design steckt – in Ideen, Konzepten, Produkten und Dienstleistungen, die echten Wandel vorantreiben. Das stärkt unseren Mut und bestätigt unseren Kurs.
Besonders gefreut hat uns die wertschätzende Laudatio von Parlamentarischer Staatssekretärin und Jurymitglied Rita Schwarzelühr-Sutter:
„Das SHIFTphone 8 beweist, dass Wasserschutz und Reparierbarkeit vereinbar sind. Als erstes modular reparierbares Smartphone ist es nach IP66 staub- und strahlwassergeschützt und setzt damit branchenweit Maßstäbe für kreislauforientiertes Design.“
Diese Auszeichnung bestätigt unser grundlegendes Verständnis von Design: Design ist der Schlüssel für Kreislaufwirtschaft, Langlebigkeit und gesellschaftliche Transformation.
Fokus Open Gold 2025: SHIFT gewinnt internationalen Designpreis Baden-Württemberg
Nur wenige Wochen zuvor wurde das SHIFTphone 8 erneut ausgezeichnet – diesmal mit dem Focus Open Gold, der höchsten Ehrung des Internationalen Designpreises Baden-Württemberg. Die Goldpreisträger repräsentieren den aktuellen „State of the Art“ in nachhaltiger und innovativer Gestaltung.
Der Focus Open ist der Staatspreis des Landes Baden-Württemberg und zeichnet Produkte aus, die Design, Innovation, Nachhaltigkeit und Funktionalität auf außergewöhnliche Weise verbinden.
Die Jury hob besonders hervor, wie das SHIFTphone 8 den Spagat schafft zwischen Modularität und zeitlosem, ansprechendem Design – und dabei neue Maßstäbe für Reparierbarkeit setzt.

Bild: Benjamin Stollenberg
Designpreise als Anerkennung für unsere 13 SHIFT cycles Strategie
Was diese beiden Preise so besonders macht: Sie sind nicht die Belohnung einer einzelnen Produktidee – sie bestätigen unseren ganzheitlichen Unternehmensansatz. Unsere 13-Shiftcycle-Strategie bildet den inneren Kompass unseres Handelns. Sie reicht weit über klassische Nachhaltigkeitsprinzipien hinaus und stellt Fragen wie:
- Wie können wir durch Design Kreisläufe schließen, nicht Ressourcen verbrauchen?
- Wie schaffen wir Geräte, die repariert, weitergegeben und neu gedacht werden können?
- Wie gestalten wir Technologie so, dass sie gesellschaftlichen Mehrwert schafft – statt Abhängigkeiten zu fördern?
Wir gestalten Zukunft – gemeinsam mit euch
Unsere Community macht diesen Weg erst möglich. Ihr tragt die Idee von verantwortungsvollem Konsum, modularer Technik und echter Kreislaufwirtschaft in die Welt. Diese Auszeichnungen gehören daher auch Euch – allen, die uns begleiten, inspirieren und herausfordern.
Vielen Dank, dass ihr SHIFT nicht nur unterstützt, sondern mit uns gestaltet.
03. Dez. 2025
Ein Smartphone, das nicht nach zwei Jahren ersetzt werden muss? In einer Welt, in der Technik oft auf schnellen Verschleiß getrimmt ist, setzen wir auf ein anderes Prinzip: Sinn- statt Gewinnmaximierung. Doch was bedeutet das konkret – und was hat das mit maßvollem Wirtschaften und Suffizienz zu tun?
In der vergangenen Zeit haben wir uns immer wieder mit diesen Fragen beschäftigt. Zum einen im Rahmen unseres GWÖ-Berichts, in dem wir unser unternehmerisches Handeln in Bezug auf das Gemeinwohl reflektiert haben. Zum anderen im Rahmen des Forschungsprojekts „Maßvoll Wirtschaften“, durchgeführt von der TU Berlin und der BTU Cottbus-Senftenberg. In verschiedenen Formaten des Forschungsprojekts haben wir uns dabei damit beschäftigt, was Suffizienz für uns als Unternehmen bedeutet.
Aus den Ergebnissen des Forschungsprojekts ist eine toll aufbereitete Webseite entstanden. Dort sind neben den Ergebnissen auch ein Mythen-Check, eine Checkliste für konkrete Umsetzungen im Unternehmen oder spannende Praxisbeispiele aufgeführt.
Eine zentrale Rolle im Projekt nahm Laura Beyeler ein, die an der BTU Cottbus-Senftenberg zu Suffizienz und maßvollem Wirtschaften forscht. Im Interview für unseren Blog erklärt sie, warum es nicht bedeutet, dass wir mit Suffizienz wie Steinzeitmenschen leben müssen.
Liebe Laura, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, uns das Thema aus deiner Perspektive näher zu bringen.
Was verstehst du unter dem Prinzip der Suffizienz und wie passt der Begriff maßvoll wirtschaften dazu?
Suffizienz steht für mich vor allem für Genügsamkeit. Sie beschreibt eine Art des Wirtschaftens, die Ressourcen zwischen Überfluss und Knappheit sinnvoll ausbalanciert. Die Grundidee lautet: Niemand soll zu viel konsumieren, aber auch niemand zu wenig. Wenn wir uns stärker an echten menschlichen Bedürfnissen orientieren und weniger an überflüssigen Konsumwünschen, werden Ressourcen geschont und Produktion richtet sich klarer am tatsächlichen Bedarf aus.
Suffizienz ist eine von drei Nachhaltigkeitsstrategien, neben Effizienz und Konsistenz. Während Effizienz und Konsistenz vor allem die Umweltwirkungen der Produktion verbessern, etwa durch weniger Materialeinsatz oder weniger Abfall, geht Suffizienz einen Schritt weiter. Sie stellt die Frage, ob bestimmte Produkte oder Prozesse überhaupt notwendig sind und ob wir nicht auch mit weniger materiellem Verbrauch ein gutes Leben führen können. Denn aus Umweltsicht gilt: Keine Produktion ist immer besser als selbst die nachhaltigste Produktion.
Es geht also darum, das richtige Maß in Produktion und Konsum zu finden und zu akzeptieren, dass „mehr“ nicht immer besser ist und, dass wir auch mit weniger ein gutes, genügsames Leben führen können. Maßvoll wirtschaften ist für mich ein Synonym für Suffizienz, weil der Begriff diese Balance zwischen Überfluss und Knappheit gut beschreibt.
Was war die zentrale Fragestellung des Forschungsprojekts „Maßvoll Wirtschaften“?
Die Forschung zum Thema Suffizienz ist noch jung, und auch die Praxis beginnt erst damit, mit maßvollem Wirtschaften zu experimentieren. Es fehlt sowohl in der Forschung als auch in der Praxis an Verständnis darüber, was Suffizienz für Unternehmen bedeutet und wie sie praktisch umgesetzt werden kann. Das Forschungsprojekt „Maßvoll Wirtschaften“ untersucht genau diese Fragen und versucht, die Umsetzung von Suffizienzstrategien in Unternehmen besser zu verstehen.
Durch qualitative Interviews mit 13 Suffizienzpionierinnen und Suffizienzpionieren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich haben wir erforscht, welche Faktoren die Umsetzung von Suffizienz unterstützen, welche möglichen Ambivalenzen oder Konflikte dabei auftreten und wie suffizienzorientierte Unternehmen damit umgehen. Zusätzlich haben wir durch eine Umfrage unter mehr als 300 nachhaltigen Unternehmen beobachtet, wie verbreitet Suffizienzstrategien sind und wie diese weiter skaliert werden können.
Was waren eure Ergebnisse und wo sind sie veröffentlicht?
Dank unserer Analyse haben wir einen Überblick über Suffizienzstrategien für Unternehmen erstellt. Dieser Überblick hilft Unternehmen zu verstehen, was sie in ihren Prozessen und Praktiken tun können, um maßvoll zu wirtschaften. Suffizienz ist ein ganzheitliches Projekt. Deshalb gibt es sowohl interne Strategien, die Suffizienz in allen Unternehmensbereichen verankern, als auch externe Strategien, die suffizienzorientierte Lebensstile fördern. Beispiele für interne Strategien sind eine suffizienzfördernde Führung oder Organisationskultur sowie die Vermeidung unnötiger Produktinnovationszyklen. Externe Strategien umfassen zum Beispiel die Gestaltung langlebiger und ressourcenschonender Produkte.
Wir haben außerdem unterstützende Faktoren und Vorteile von Suffizienz erforscht und identifiziert. So nennen 92 Prozent der befragten Unternehmen das Engagement, Wissen und die Überzeugung der Mitarbeitenden als besonders hilfreich für die Umsetzung von Suffizienz. 70 Prozent geben an, dass das wachsende Interesse in Medien und Öffentlichkeit den Unternehmen Rückenwind gibt. Als Vorteil nennen 95 Prozent der befragten Unternehmen, dass Suffizienz die Reputation stärkt, und 88 Prozent sagen, dass maßvolles Wirtschaften dabei hilft, neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen.
Die Umsetzung von Suffizienzstrategien ist jedoch von Ambivalenzen geprägt. Es ist nicht immer einfach, Suffizienz in einem kapitalistischen, profit- und wachstumsorientierten System umzusetzen. Da bei suffizientem Wirtschaften nicht die Profitmaximierung im Zentrum steht, sind die Einnahmen oft geringer als in konventionellen Unternehmen. Viele suffizienzorientierte Unternehmen berichten deshalb, dass fehlende Ressourcen – finanziell, personell oder zeitlich – die Umsetzung verlangsamen. Zum Beispiel verfügen sie über weniger finanzielle Mittel für Lobbyarbeit, die strukturelle Veränderungen ermöglichen würde, welche wiederum wichtig für die Umsetzung von Suffizienz sind.
Diese Herausforderungen erfordern neue Lösungen. Die befragten Suffizienzpionierinnen und -pioniere finden kreative Wege, um mit den Ambivalenzen umzugehen. Kollaboration mit unterschiedlichen Akteuren ist eine zentrale Strategie, um Suffizienz umzusetzen und zugleich die Spannungen zwischen maßvollem und kapitalistischem Wirtschaften zu bewältigen. Ein wichtiges Ergebnis unseres Forschungsprojekts ist daher, dass Menschen und ihre Beziehungen im Mittelpunkt dieses Transformationsprozesses stehen. Suffizienz entsteht durch die Motivation und Ausbildung von Führungskräften und Mitarbeitenden und entwickelt sich weiter durch Solidarität und Zusammenarbeit zwischen suffizienzorientierten Organisationen und Akteuren.
Unsere Ergebnisse sind auf unserer Webseite „Maßvoll Wirtschaften“ für die Praxis zusammengefasst und aufbereitet. Wir freuen uns, wenn neue oder bestehende suffizienzorientierte Unternehmen über die Webseite die Umsetzung von maßvollem Wirtschaften besser verstehen und anwenden können.
Welche Rolle spielt Produktgestaltung – z. B. Reparierbarkeit – für eine suffizienzorientierte Wirtschaft?
Langlebige Produktgestaltung sowie Dienstleistungen, die Reparatur, Wiederverwendung und generell eine längere Lebensdauer von Produkten ermöglichen, sind für Suffizienz zentrale Strategien. Die Verlangsamung von Produktions- und Konsumzyklen ist wichtig für maßvolles Wirtschaften. Das zeigt sich auch in unseren Ergebnissen: Knapp über 50 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sie langlebige Produkte gestalten, und etwas mehr als 30 Prozent bieten Reparatur oder Wiederverwendung an.
Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass langlebige Produktgestaltung nicht die einzige Suffizienzstrategie ist und dass sie mit vielen anderen Prozessen und Strategien verbunden werden kann. Bevor Produkte langlebig, modular oder reparierbar gestaltet werden, können Unternehmen auch grundsätzlich hinterfragen, ob neue Produkte oder Innovationen überhaupt notwendig sind. In einer maßvollen Wirtschaft stellen sich Unternehmen und Konsumentinnen und Konsumenten die Frage, ob Produktion und Konsum materieller Güter wirklich nötig sind.
Auch andere Prozesse sind wichtig und ergänzen die Produktgestaltung. Dazu gehören zum Beispiel die Schulung von Mitarbeitenden zum Thema Suffizienz, die Begrenzung von Wachstumszielen, suffizienzfördernde Eigentümerstrukturen, die Anpassung von Marketing und Vertrieb an einen langsameren Konsum oder eine Preisgestaltung, die tatsächliche Kosten widerspiegelt. Suffizienzorientierte Unternehmen wenden daher häufig mehrere unterschiedliche Suffizienzstrategien gleichzeitig an und passen sie an ihre eigene Situation an.

Zusammengefasst: Suffizienz bedeutet also nicht, dass wir alle Leben müssen wie Steinzeitmenschen?
Suffizienz ist eine Logik des Wirtschaftens, die Produktion und Konsum an menschlichen Bedürfnissen orientiert. Im Idealfall wird in einer suffizienzorientierten Gesellschaft nur das hergestellt, was wirklich notwendig ist, um Bedürfnisse zu erfüllen. Dadurch entsteht eine Bewegung vom Überfluss hin zu mehr Genügsamkeit. Menschen, die heute bereits zu wenig konsumieren, um ihre Bedürfnisse zu decken, sollen davon natürlich nicht betroffen sein. Im Gegenteil: Sie sollten ihren Konsum erhöhen können. Viele Menschen weltweit haben zum Beispiel keinen Zugang zu Strom oder Gesundheitsversorgung. Suffizienz bedeutet daher auch Umverteilung, damit alle Menschen genug haben – nicht zu viel und nicht zu wenig.
Genügsamkeit hat nichts mit einem Leben wie in der Steinzeit zu tun, sondern mit Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit. In Deutschland und anderen westlichen Ländern produzieren und konsumieren wir derzeit mehr, als Ökosysteme bereitstellen und regenerieren können. Dieser Rhythmus ist langfristig nicht haltbar und gefährdet unsere eigenen Lebensgrundlagen. Gleichzeitig sind viele Menschen, die weit weniger konsumieren, überdurchschnittlich stark von den Folgen dieser Überproduktion betroffen, etwa durch die Auswirkungen des Klimawandels.
Reduktion bedeutet also nicht, gar nichts mehr zu konsumieren. Es bedeutet, so viel zu konsumieren, dass es ökologisch tragbar und sozial fair bleibt. Wenn sich die Wirtschaft verlangsamt und stärker auf tatsächliche Bedürfnisse ausrichtet, können sich Natur und Ökosysteme regenerieren, Menschen können sich von Überproduktion und Ausbeutung erholen und Ungleichheiten im Zugang zu Gütern und Dienstleistungen können durch Genügsamkeit und Umverteilung reduziert werden.
04. Nov. 2025
Es gibt Menschen und Unternehmen, mit denen fühlt sich Zusammenarbeit einfach richtig an. So geht es uns mit unseren Freund*innen von WEtell. Seit vielen Jahren begegnen wir uns auf Messen, Panels und Events und jedes Mal spüren wir: Wir teilen dieselben Werte, denselben Antrieb und denselben Glauben daran, dass Technologie im Dienst von Mensch und Umwelt stehen sollte.
WEtell ist der erste gemeinwohlbilanzierte Mobilfunkanbieter Deutschlands, ein Unternehmen in Verantwortungseigentum, das Klimaschutz, Datenschutz und soziale Verantwortung konsequent miteinander verbindet. Und genau dieses Denken tragen sie jetzt in ein neues, starkes Projekt weiter: den WEtell Hub.
Was ist der WEtell Hub?
Der WEtell Hub soll ein digitales Zuhause werden; ein Workspace mit E-Mail, Kalender, Cloud, Organizer und Online-Office, der konsequent nachhaltig, datenschutzfreundlich und klimafreundlich ist. Ein Raum, in dem digitale Zusammenarbeit möglich ist, ohne Überwachung, ohne Datenverkauf, ohne Abhängigkeit von Tech-Giganten. Oder, wie WEtell es selbst formuliert: „Digitale Dienste, die den Menschen dienen – nicht ihrer Verwertung.“
Das Team aus Freiburg hat in den letzten Jahren eindrucksvoll gezeigt, dass man Mobilfunk fair, transparent und nachhaltig gestalten kann. Jetzt bringen sie diese Haltung in die digitale Zusammenarbeit – und wir finden: Genau das braucht Europa.

Warum wir das unterstützen
Als ebenfalls gemeinwohlbilanziertes Unternehmen wissen wir, wie anspruchsvoll, aber auch wie wichtig es ist, neue Wege im Wirtschaften zu gehen. Der WEtell Hub ist ein weiterer Schritt in Richtung digitale Souveränität, Datenschutz und Klimaschutz. Themen, die auch bei uns täglich eine Rolle spielen.
WEtell schafft mit diesem Projekt eine Alternative zu konventionellen Cloud- und Office-Lösungen – unabhängig, wertebasiert und transparent. Solche Projekte sind nicht nur technologisch spannend, sondern gesellschaftlich dringend nötig. Deshalb möchten wir euch ans Herz legen: Schaut euch die Crowdfunding-Kampagne an, erzählt anderen davon und unterstützt sie, wenn ihr könnt.
Gemeinsam Wandel gestalten
Die Crowdfunding-Kampagne läuft vom 14. Oktober bis 25. November 2025 auf Startnext. Ziel ist es, 100.000 € zu sammeln, um den WEtell Hub auf die Beine zu stellen. Unterstützen könnt ihr das Projekt schon ab 12 € und damit Teil einer Bewegung werden, die zeigt:
Digitale Zukunft geht auch fair, sicher und klimafreundlich.
Mehr Infos findet ihr hier auf der dazugehörigen Landingpage von WEtell.
Ihr möchtet WEtell hierzu persönlich mit Fragen löchern? Dann kontaktiert sie entweder direkt oder besucht sie auf dem Berliner Heldenmarkt, wo wir uns erneut einen Stand teilen.
24. Okt. 2025
Dein SHIFTphone ist so gebaut, dass du lange etwas davon hast – nachhaltig, modular und reparaturfreundlich. Sollte doch einmal etwas kaputtgehen, kannst du viele Bauteile selbst einfach austauschen oder vergleichsweise kostengünstig ersetzen. Und mit dem Bumper sowie dem Panzerglas, die bei jedem Gerät ohne Aufpreis mitgeliefert werden, ist dein SHIFTphone bereits gut geschützt.
Trotzdem wissen wir: Nicht jede Situation lässt sich verhindern. Ein Sturz im falschen Moment, ein Wasserschaden oder sogar ein Diebstahl – in solchen Fällen können schnell unerwartete Kosten entstehen. Damit du auch in solchen Fällen entspannt bleiben kannst, arbeiten wir ab sofort mit hepster zusammen – einem Versicherungsanbieter, der eine Handyversicherung speziell für SHIFTphones anbietet.
Im Folgenden findest du eine Übersicht über mögliche Leistungen – bitte beachte aber: Nur die Angaben direkt bei hepster sind verbindlich. Die hier genannten Beispiele dienen der Veranschaulichung und sollen dir einen ersten Eindruck verschaffen, ob so eine Versicherung für dich in Frage kommen würde. Für alle Details, Bedingungen und Ausschlüsse gilt ausschließlich die offizielle hepster-Website.
Jetzt bei hepster informieren & absichern
Was bietet die Handyversicherung von hepster?
- Schnelle und unkomplizierte Schadenabwicklung
- Wählbare Tarife – auch ohne Selbstbeteiligung
- Absicherung bei privater, gewerblicher und beruflicher Nutzung
Weltweiter Schutz bei
- Sturz- und Bruchschäden (inkl. Displayschäden)
- Flüssigkeits- und Wasserschäden
- Sand- und Witterungsschäden
- Zerstörung und Beschädigung
- Diebstahl (optional)
Brauche ich überhaupt eine Handyversicherung?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten – am Ende musst du selbst entscheiden, ob sich eine Versicherung für dich lohnt. Zur Orientierung können dir folgende Fragen helfen:
- Wie hoch ist mein persönliches Risiko für Schäden oder Verlust?
- Könnte ich im Schadensfall problemlos für Reparatur oder Ersatz sorgen?
- Nutze ich mein SHIFTphone beruflich oder bin ich viel unterwegs?
Was ist (nicht) versichert?
Die Versicherung von hepster deckt viele typische Schäden ab – etwa, wenn dein SHIFTphone aus der Tasche fällt und das Display bricht oder bei einem Wasserschaden. Wie bei jeder Versicherung gibt es aber auch hier bestimmte Ausschlüsse: Nicht versichert sind z. B. Schäden durch Vorsatz, oder grobe Fahrlässigkeit.
Die genauen Bedingungen findest du direkt bei hepster – am besten wirfst du vor Abschluss einen Blick in die Details, damit du weißt, worauf du dich verlässt.
Unsere Empfehlung bei SHIFT
Wir bei SHIFT finden: ob eine Versicherung das richtige ist muss jeder selbst entscheiden. Als Hersteller nachhaltiger und langlebiger Technik ist es uns besonders wichtig, dass unsere Geräte möglichst lange genutzt und im Schadensfall repariert werden. Eine Versicherung kann genau dabei helfen – denn sie stellt sicher, dass Reparaturen auch dann durchgeführt werden, wenn sie sonst vielleicht aus Kostengründen aufgeschoben oder vermieden würden. Und jede Reparatur ist besser für die Umwelt als ein Neukauf. Ob eine Handyversicherung für dich sinnvoll ist, hängt natürlich von deiner persönlichen Situation ab. Unsere Geräte sind modular und reparaturfreundlich gebaut, sodass du vieles selbst erledigen kannst. Dennoch verstehen wir, dass sich manche Menschen zusätzliche Sicherheit wünschen – sei es aus praktischen, finanziellen oder emotionalen Gründen.
Deshalb empfehlen wir die Handyversicherung von hepster als freiwillige Ergänzung: fair, flexibel und transparent – für ein gutes Gefühl, wenn doch mal etwas passiert.
Wichtig: Alle Fragen rund um Vertragsdetails, Schadensabwicklung oder Tarifwahl beantwortet ausschließlich hepster. Der SHIFT-Support kann dir bei versicherungsbezogenen Anliegen nicht weiterhelfen.