Gemeinwohl-Ökonomie (MwSt-Projekt)

Gemeinwohl-Ökonomie (MwSt-Projekt)

Schnelles Wachstum, maximaler Profit – das gilt als Prinzip für den Wohlstand. Doch kann man diesem Prinzip uneingeschränkt folgen?

Wir finden: Gewinn ist nicht allein in Zahlen zu messen, sondern auch am positiven Effekt für die Allgemeinheit.

Seit April 2018 sind wir Mitglied der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), weil wir die Vision eines guten Lebens „in einer Welt, in der die Wirtschaft im Einklang mit ethischen Werten ist“, teilen.
Die GWÖ findet gute Antworten auf die Fragen:

Was ist überhaupt der Zweck des Wirtschaftens?
Die Gemeinwohl-Ökonomie orientiert sich am eigentlichen Zweck des Wirtschaftens – der Erfüllung unserer menschlichen Bedürfnisse. Dabei geht es vor allem um gelingende Beziehungen: Sie sind die Voraussetzung, um glücklich zu sein – sie sind Voraussetzungen für das Gemeinwohl.

 

Wie lässt sich die Erfüllung des Zwecks bewerten?
„Unternehmen können ihren Beitrag zum Gemeinwohl anhand des Gelingens ihrer Beziehungen zu LieferantInnen, GeldgeberInnen, MitarbeiterInnen, KundInnen und dem gesellschaftlichen Umfeld bewerten – in Hinblick auf Werte wie Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung. Sie sollen – analog zur Finanz-Bilanz – eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen, in der die Größe des Gemeinwohl-Beitrags in Punkten bewertet wird.“

Nachdem sich unser letzter Wirkungsbericht bereits an den Werten der GWÖ orientiert hat, folgt nun der nächste Schritt:

Die SHIFT Gemeinwohlbilanzierung

Damit sind wir Teil einer wachsenden Community, die das Gemeinwohl in das Zentrum ihres wirtschaftlichen Handelns stellen will.
Die Vorbereitungen für unsere erste offizielle Gemeinwohlbilanzierung sind im vollen Gange. Dabei wollen wir uns den Spiegel vorhalten und ergründen, wie wir die Werte der Menschenwürde, Solidarität, ökologischen Nachhaltigkeit, sozialen Gerechtigkeit und demokratischen Mitbestimmung in Bezug auf die Berührungsgruppen leben. Durch die Bilanz wollen wir das Endergebnis dieses Prozesses sichtbar und transparent machen.

Die GWÖ ist auch Teil unseres MwSt-Projekts, denn wir wollen die Bewegung unterstützen und die Werte und Visionen in die Welt tragen. Uns gefällt die Idee, dass alle Projekte, die wir durch das MwSt-Projekt unterstützt haben, für ihre überdurchschnittlichen Leistungen zum Gemeinwohl einen Ausgleich erhalten. Bei der Zusammenfassung der GWÖ in 10 Punkten, die wir euch nachfolgend vorstellen, könnte dies zum Beispiel Punkt 6 sein.

GWÖ in 10 Punkten:

  1. Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle.
  2. Sie setzt die Menschenwürde, die Menschenrechte und die ökologische Verantwortung als Gemeinwohlwerte auch in der Wirtschaft um.
  3. Wie diese Werte im unternehmerischen Alltag gelebt werden können, zeigt die Gemeinwohl-Matrix. Sie wird laufend weiterentwickelt und soll demokratisch entschieden werden.
  4. Anhand der Matrix erstellen die Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz. Im Gemeinwohl-Bericht erklären sie die Umsetzung der Gemeinwohlwerte sowie ihr Entwicklungspotential und nehmen eine Bewertung vor. Bericht und Bilanz werden extern überprüft und veröffentlicht. Damit werden die Leistungen für das Gemeinwohl bekannt gemacht.
  5. Gesellschaftliche Unterstützung erfahren Gemeinwohl-Unternehmen zunächst am Markt durch VerbraucherInnen, KooperationspartnerInnen und gemeinwohlorientierte GeldgeberInnen.
  6. Als Ausgleich für überdurchschnittliche Leistungen zum Gemeinwohl sollen Gemeinwohl-Unternehmen rechtliche Vorteile bei Steuern, Krediten und öffentlichen Aufträgen sowie im internationalen Handel erhalten.
  7. Unternehmensgewinne dienen der Stärkung der Unternehmen sowie der Einkommenserzielung und der Alterssicherung der UnternehmerInnen und der Beschäftigten, nicht aber der Vermögensvermehrung externer KapitalgeberInnen. So gelangen die UnternehmerInnen zu Freiräumen für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, frei vom Druck zu größtmöglicher Kapitalrendite.
  8. Dadurch schwindet der Drang zum Wirtschaftswachstum. Es öffnen sich Möglichkeiten für ein erfülltes Leben bei Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. In der Arbeit können sich Wertschätzung und Fairness sowie Kreativität und Kooperation besser entfalten.
  9. Mit der Begrenzung von Vermögensungleichheiten steigen die Chancen für die gleichberechtigte Teilhabe Aller am wirtschaftlichen und politischen Leben.
  10. Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung lädt dazu ein, die Verwirklichung der genannten Werte in Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten. Alle Ideen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung sollen in demokratischen Prozessen entwickelt, vom Souverän entschieden und in der Verfassung verankert werden.

 

loopPHONE – Forschungsprojekt

loopPHONE – Forschungsprojekt

Eines unser aktuellen Forschungsprojekte, das dieses Jahr angelaufen ist und wir euch gerne vorstellen wollen trägt den Titel: „Bereit für die Kreislaufwirtschaft: Das nachhaltige SHIFTPHONE“ oder kurz loopPHONE. Ermöglicht wird das Projekt von Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der KMU-Innovativ: Vorfahrt für Spitzenforschung im Mittelstand. Gemeinsam mit dem Center for Environmental Systems Research (CESR) der Universität Kassel und weiteren externen Partnern wollen wir ein umfassendes Entwicklungskonzept für das vollständig kreislaufwirtschaftsfähige SHIFTPHONE erarbeiten und prototypisch umsetzen. Dafür sollen in Zukunft alle mit der Herstellung verbundenen Materialströme möglichst innerhalb der SHIFT GmbH geschlossen werden, um sowohl die Umweltbelastungen zu reduzieren als auch die unternehmerische Wertschöpfung durch ein verstärktes Re-Manufacturing und Recycling der verwendeten Materialien zu steigern.
In der folgenden Grafik seht ihr die Struktur und die Verknüpfung der im Rahmen des Projektes zu entwickelnden Bausteine.

 

Schon heute unternehmen wir erheblichen Anstrengungen, um im Sinne der Kreislaufwirtschaft die von uns eingesetzten Ressourcen sorgsam einzusetzen um so viel Gutes zu tun, wie wir können und dabei so wenig Schaden anzurichten wie möglich.
Durch Maßnahmen wie den Gerätepfand, den wir 2016 als erster Smartphonehersteller eingeführt haben, wollen wir erreichen, dass SHIFTPHONES im Kreislauf bleiben und möglichst lange genutzt werden. Zusätzlich zum Gerätepfand zahlen wir den Restwert und kaufen so die Geräte zurück.
Der vollmodulare Aufbau ist die Voraussetzung dafür diese Geräte dann wiederaufzubereiten oder mindestens alle noch funktionierenden Teile zu identifizieren und weiter zu nutzen. Die Second-Life Geräte werde einer zweiten Nutzungsphase zugeführt und in künftig an Interessierte verkauft. Derzeit ist der Großteil der Phones bei ihren Usern, so dass Interessierte auf eine Warteliste aufgenommen werden. Wir haben es so geschafft, die Anzahl der Komponenten, die endgültig irreparabel sind, sehr gering zu halten. Die Menge aller kaputten Displays, die sich in Falkenberg befinden passen ungefähr in einen Umzugskarton. Durch das Forschungsprojekt setzen wir uns auch mit der Frage auseinander, wie wir solche Materialien wiederverwerten können. Einerseits ist es wunderbar, dass wir hier nur über solche kleinen Mengen sprechen, andererseits macht es das natürlich aus schwierig für solche kleinen Mengen einen eigen Recyclingprozess aufzubauen, der möglichst viele Rohstoffe wiederverwertbar macht.

Wir sind dankbar Teil dieses Forschungsprojekts zu sein, denn gemeinsam mit den Partnern aus der wissenschaftlichen Praxis haben wir die Möglichkeit mehr zu erfahren, wie sich unser Handeln auswirkt und wo noch Potentiale schlummern. Durch diesen Blick von außen und der Zusammenarbeit mit unabhängigen Dritten können wir außerdem die Transparenz erhöhen.
Uns liegt das Thema Kreislaufwirtschaft sehr am Herzen, denn gerade ein Blick in die Natur zeigt, dass es so etwas wie Abfallprodukte hier nicht gibt und alles als eine wertvolle Ressource betrachtet werden kann.

Weitere Informationen zum Projekt sind auch hier auf der Seite unseres Projektpartners des CESR zu finden.

Der Gänsemarkt – Ein Ort für unser Lebensgefühl

Der Gänsemarkt – Ein Ort für unser Lebensgefühl

Die gerade mal 50 Meter lange Straße, an deren Ende sich unsere Büros befinden, nennt sich ‚Gänsemarkt‘. Hier arbeiten wir. Zwei Fußminuten entfernt leben wir; drei Fußminuten entfernt sind wir aufgewachsen. Der Gänsemarkt ist das Zentrum unseres Dorfes und der Nabel unseres Lebens. 2019 haben wir damit begonnen, aus dem Gänsemarkt das zu machen, was er vom Namen her sowieso sein sollte: Ein Markt. Wir eröffnen einen nachhaltigen Dorfladen der auch ein Labor für modernes Leben auf dem Land werden soll.

 

Fachwerkhaus statt Neubau

Der Gänsemarkt wird vor Ort das zum Ausdruck bringen, wofür wir als globaler Hersteller nachhaltiger Technologie stehen: Wertschätzung für Menschen und Umwelt. Mit dem Gänsemarkt lenken wir den Blick auf unsere nordhessische Heimat und ihre Bevölkerung. Die Menschen hier sind uns mit Wohlwollen begegnet und haben uns über die Jahre dazu befähigt, unsere Idee von SHIFT Wirklichkeit werden zu lassen.

An der Einfahrt zum Gänsemarkt befindet sich ein in die Jahre gekommenes Fachwerkhaus, dem wir ein neues Leben ermöglichen wollen. Im kommenden Jahr möchten wir diesen Begegnungsraum eröffnen und das Wohlwollen und die Wertschätzung zurückgeben, die wir hier erfahren haben. Wertschätzung bedeutet für uns in dieser Sache auch, dass wir uns einfügen, Gegebenheiten nutzen, Altes erneuern (Recyceln) und nicht an Stellen, an denen bereits schöne und brauchbare Ressourcen vorhanden sind, unnötigerweise futuristische Prachtbauten aus dem Boden stampfen.

 

Unverpackt-Laden und SHIFT-Store

Befähigung ist der Kern unseres Konzepts, mit dem wir – entgegen allgemeiner Unkenrufe vom Niedergang dörflicher Infrastruktur – wieder einen Dorfladen für die Menschen in unserem Ort etablieren wollen. Der Gänsemarkt wird in Form eines Unverpackt-Ladens sowohl ein Portal für die Angebote kleiner lokaler Erzeuger, darüber hinaus aber natürlich auch ein SHIFT-Store sein. Gästen und neuen Menschen in unserer Region wollen wir so den Reichtum unserer Heimat zugänglich machen, aber auch eine Möglichkeit schaffen, sich unsere Produkte in einem angenehmen Ambiente genauer anschauen zu können.

 

Coworking-Space und Herberge

Mit dem Gänsemarkt wollen wir nachhaltige Lebensstile vermitteln und einen Ort für den Austausch von regionalen Fähigkeiten etablieren. Dazu wird auch ein Coworking-Space mit einfacher Herberge gehören, mit dem wir unsere Heimat für Kreative aus anderen Regionen öffnen. Der Gänsemarkt soll der Ort sein, an dem unser digital vernetztes Lebensgefühl greifbar wird.

Einige Eindrücke vom Gänsemarkt findet ihr bereits in diesem Beitrag. Außerdem ist ein wenig Bewegtbild-Material in der letzten Brudertalk-Folge enthalten, die ihr euch natürlich auch gerne anschauen könnt. Ungeachtet dessen würde es uns aber natürlich noch sehr viel mehr freuen, wenn wir euch irgendwann einmal persönlich im Gänsemarkt begrüßen können.

 

International Justice Mission (MwSt-Projekt)

International Justice Mission (MwSt-Projekt)

Die Organisation, die wir heute im Rahmen der MwSt-Projekte vorstellen, hat die Vision noch in unserer Generation Sklaverei zu beenden.

Sklaverei – ist das nicht ein dunkles Kapitel aus dem vergangenen Jahrhundert, das wir hinter uns gelassen haben?

Zwar ist seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahr 1948 das Verbot von Sklaverei eine international akzeptierte Norm, dennoch werden auch heute Menschen weltweit ausgebeutet und versklavt. Im Artikel über Sklaverei spricht die Bundeszentrale für Politische Bildung davon, dass es heute nicht mehr um das Eigentum einer Person, sondern um die Verfügungsgewalt geht. „Moderne Sklaverei“ bedeutet also Menschenhandel, Leibeigenschaft, Schuldknechtschaft oder Zwangsarbeit.

Wo es auch heute noch zu solchen Fällen kommt und wie viele Menschen betroffen sind zeigt der Global Slavery Index 2018, an welchen die folgende Abbildung angelehnt ist.

 

 

Von den schätzungsweise 40,3 Millionen Menschen, die aktuell in Sklaverei leben, sind etwa 10 Millionen Kinder. Jeder einzelne Mensch ist viel!

Hier wird International Justice Mission (IJM) tätig, um weltweit Menschen aus Sklaverei zu befreien und Gewalt gegen Menschen in Armut langfristig zu beenden. Wie das gelingt zeigt IJM mit der folgenden Geschichte, die wir gern mit euch teilen möchten und die auf ihrer Webseite zu finden ist:

„In einem unserer ersten Fälle von Arbeitssklaverei in Indien befragte ein verdeckter IJM Ermittler den Besitzer einer Ziegelei. Der erklärte, dass alle seine Arbeiterinnen und Arbeiter bei ihm verschuldet sind. Unser Ermittler fragte, was geschehe, wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Schulden abgearbeitet haben oder einfach gehen. Der Mann lachte: ‚Keine Sorge, das wird nicht passieren. Es geht nicht um die Schuld. Es geht darum, dass ich sie kontrollieren kann. Sie können nicht gehen‘. Selbstbewusst schob er nach: ‚So betreibe ich meine Ziegelei seit 25 Jahren.‘ […] Der Ziegeleibesitzer wurde nach vielen Anläufen von IJM vor Gericht verurteilt, jedoch lediglich zu einer Geldstrafe von wenigen US-Dollar. Der Mann lachte, als er das Geld den Richtern hinwarf. IJM zog den Mann, der sofort wieder Menschen versklavte, erneut vor Gericht. Der Fall endete mit einer fünfjährigen Haftstrafe – dieses Urteil war für das Rechtssystem historisch und veränderte die Rechtsprechung. Seither konnte IJM in Zusammenarbeit mit den Behörden Hunderte Täterinnen und Täter stoppen.“ Die Geschichte zeigt die wertvolle Arbeit von IJM. Zunächst geht es darum, gemeinsam mit den zuständigen Behörden Menschen zu befreien und anschließend die Täter zu überführen. Für die langfristige Bekämpfung von moderner Sklaverei sorgt die Stärkung der Rechtssysteme vor Ort.

Auch wenn Deutschland ein vergleichsweise robustes Rechtssystem hat, und die Fälle moderner Sklaverei relativ gering sind, ist Deutschland an diesen ausbeuterischen Praktiken beteiligt!

Warum? Deutschland der drittgrößte Importeur von Risikoprodukten. Darauf weist IJM mit Bezug auf den Global Slavery Index hin. Jedes Jahr werden Produkte im Wert von 30 Milliarden US-Dollar nach Deutschland importiert, die mit Sklaverei zusammenhängen könnten. Zu den betroffenen Produkten gehören neben den oben aufgeführten Unterhaltungselektronikprodukten (Laptops, Computer & Mobiltelefone), Kleidung, Fisch, Kakao und Zuckerrohr nach IJM auch Reis, Schmuck, Blumen, Kaffee und Make-Up. Unter diesem Link könnt ihr genauere Erklärungen sowie Hinweise finden, wie solche Risikoprodukte vermieden beziehungsweise durch bessere Alternativen ersetzt werden können.

Der Vision von IJM folgend wünschen auch wir von SHIFT uns eine Welt, in der moderne Sklaverei keinen Platz mehr hat. Dafür ist es wichtig, dass es Organisationen wie IJM gibt, die hier einen wichtigen Beitrag für die Menschenrechte leisten. Aber auch wir als Hersteller von Elektronikprodukten sehen uns in der Verantwortung, unsere Lieferkette so weit wie möglich zu erforschen, um solche Missstände zu vermeiden. Außerdem unterstützen wir weitere soziale Projekte wie z.B. die Dr. Denis Mukwege Foundation oder die Impact Diaries.

Zum Abschluss möchten wir euch noch Thaiyamma und Geoffrey vorstellen, ihre Geschichten verlinken und zeigen, dass durch den Einsatz engagierter Menschen neue Perspektiven geschaffen und Hoffnung geschenkt werden kann.

 

Thaiyamma, 20 Jahre

„Thaiyamma riskiert alles, damit ihr zweites Kind in Freiheit geboren wird. Seit drei Jahren werden sie und ihre Familie gezwungen, in einer Holzfällerei zu arbeiten. Aus Furcht traut sich keiner gegen den Besitzer vorzugehen. Doch als Thaiyamma erneut schwanger wird, trifft sie eine mutige Entscheidung. Von einem Dorfältesten bekam sie den Kontakt zu IJM — sie nimmt den Zettel und ruft heimlich unseren Ermittler an…“

https://ijm-deutschland.de/stories/thaiyamma

 

 

 

 

Geoffrey, 19 Jahre

„Geoffreys Familie lebt in Ghana in Armut. Als Jugendlicher wird ihm ein Job angeboten, der sich als Falle entpuppt. Denn statt seiner Familie mit einem regelmäßigen Einkommen unterstützen zu können, wird er in der Fischereiindustrie am Volta-Stausee ausgebeutet. Eines Tages fand ihn ein Ermittler-Team von IJM und konnte ihn gemeinsam mit der Polizei befreien. Geoffrey weiß, dass es noch viele weitere Kinder gibt die Hilfe brauchen. Noch auf dem Rettungsboot, das ihn in Sicherheit bringt, bittet er einen IJM Ermittler, zurückzufahren und auch sie zu befreien…“

https://ijm-deutschland.de/stories/geoffrey

 

 

 

 

Goodbye SHIFT6m

Goodbye SHIFT6m

Es ist so weit! Nach 4 Jahren verabschieden wir uns von unserem ersten Modell der m-Serie – dem SHIFT6m. Da mittlerweile bestimmte Komponenten für dieses Modell nicht mehr auf dem Markt erhältlich sind, haben wir uns dazu entschlossen keine weiteren SHIFT6m zu produzieren. Das Modell wird somit in den nächsten Wochen auslaufen und nicht mehr in unserem Shop erhältlich sein. SHIFT5me und SHIFT6mq werden weiterhin produziert und verfügbar sein.

Das SHIFT6m ist etwas ganz Besonderes für uns. Es war unser erstes voll modulares Smartphone und darauf sind wir sehr stolz! 2018 erhielten wir für dieses Modell sogar den Bundespreis ecodesign in der Kategorie „Produkt“. Dass unser erstes modulares Smartphone so gut anlief und so wertgeschätzt wurde, hat uns riesig gefreut. Ein großer Dank gilt dabei euch! Ihr habt uns bei diesem Projekt durch eure Vorbestellungen tatkräftig unterstützt.
Doch nun sagen wir: Goodbye liebes SHIFT6m!

Was bedeutet das für mich als SHIFT6m-Nutzer? Das Modell wird zwar nicht mehr produziert, jedoch werden Zubehör sowie Ersatzteile weiterhin erhältlich sein. Denn ihr habt nach Erhalt eures SHIFT6m unabhängig von der Gerätegarantie, eine Reparaturgarantie von 5 Jahren. Das bedeutet innerhalb dieses Zeitraums habt ihr die Zusicherung, dass wir eure Geräte mit Hardwarereparaturen supporten werden. Wir möchten euch gerne so lang wie möglich unterstützen, wenn es uns möglich ist auch über die 5 Jahre hinaus.

 

 

Mit unserer Upgrade-Option könnt ihr euer SHIFT6m außerdem jederzeit gegen ein anderes Modell austauschen. Alle Infos findest du dazu hier.

WEtell und SHIFT für Nachhaltigkeit bei der Smartphone Nutzung

WEtell und SHIFT für Nachhaltigkeit bei der Smartphone Nutzung

Vor knapp einem Jahr haben wir euch das ImpactPhone vorgestellt, bei dem neben der grünen Bäume-pflanzenden Suchmaschine Ecosia, auch WEtell als klimaneutraler Mobilfunkanbieter mit an Bord ist. Als Pioniere im jeweiligen Bereich zeigen wir, dass es auch anders geht und Werte wie Klimaschutz, Transparenz, Sinn- statt Gewinnmaximierung, aber auch Datenschutz unser Handeln bestimmen. Wir verstehen uns als Alternativen zu den Branchengrößen und möchten unsere Nutzerinnen und Nutzer dabei unterstützen einen nachhaltigen Impact zu bewirken (Psst! Am Ende des Beitrags findet ihr einen Gutscheincode für euren erschwinglichen Einstieg in den klimaneutralen Mobilfunk).

 

 

 

 

Letzten Monat hat WEtell einen Ratgeber für nachhaltige Smartphones herausgebracht, in dem wir aufgeführt sind. Heute wollen wir uns revanchieren und auf die wertvolle Arbeit von WEtell aufmerksam machen.

Genauso wie wir ist das Gründerteam von WEtell über das Crowdfunding bei Startnext erste Schritte gegangen. So konnten sie ebenso eine tolle Community mit vielen Menschen aufbauen, anstatt sich mit oft starren Gewinn- und Wertevorstellungen von „Business Angels“ rumschlagen zu müssen. Welche Rolle diese bei Start-Up Gründungen spielen, könnt ihr in ihrem Whitepaper/Bericht zur nachhaltigen Start-Up Finanzierung finden. Dort beschreiben sie transparent ihren Weg von der Vision, über das Crowdfunding 2019 und viele weitere Stationen, bis hin zu dem bevorstehenden Ziel in diesem Jahr ein Purpose-Unternehmen zu werden. Sie, das sind die Gründer Andreas Schmucker, Alma Spribille und Nico Tucher.

 

 

 

 

Mit ihrer wunderbaren mittlerweile 13-köpfigen Belegschaft sorgen sie für einen Wandel in der Mobilfunkbranche und setzen im Sinne ihrer sozialen und ökologischen Werte neue Standards. In dem Bestreben die eigene Wertvorstellung unabhängig von Profitmaximierung zu verwirklichen, gehen SHIFT und WEtell Hand in Hand. Gemeinsam möchten wir ein Beispiel dafür sein, wie Unternehmen nicht der Bereicherung einzelner, sondern den Bedürfnissen vieler – im Sinne des Gemeinwohls – gerecht werden können.

Gemeinwohl ist hier das richtige Stichwort. Im Jahr 2021 hat WEtell ihre Gemeinwohlbilanzierung veröffentlicht und transparent aufgezeigt, wie sich das Handeln des Unternehmens auswirkt. Hier wird aufgeführt, wie ihre Wertvorstellungen in Bezug auf Klimaschutz, Datenschutz, Fairness und Transparenz umgesetzt werden. Ende 2021 wird WEtell mit Hilfe der Purpose-Stiftung ins Verantwortungseigentum übergehen. Das hat zur Folge, dass Gewinne im Unternehmen bleiben und WEtell weder verkauft noch für Greenwashing-Zwecke missbraucht werden kann.

Die Mobilfunktarife von WEtell sind einfach zu verstehen und monatlich kündbar. Lange, undurchsichtige Verträge, die nach dem zweiten Jahr teurer werden und aus denen es kein Entrinnen gibt, sucht man hier vergeblich. Das gilt auch für die Praxis vieler großer Anbieter, Kunden durch gezielte Angebote möglichst schnell immer das neuste Smartphone anzudrehen und damit die kürzer werdende Lebensdauer der Geräte noch weiter zu befeuern. Als erster Mobilfunkanbieter in Deutschland ist WEtell bereits heute klimaneutral und damit den Branchengrößen weit voraus. Diese werden teilweise erst 2040 Klimaneutral sein. Wie wichtig dieses Thema bei der Handynutzung ist, erklärt Alma Spribille, eine der Gründenden so:

„Wenn du dir die Ökobilanz eines Handys ansiehst, dann brauchen Herstellung und Laden weniger als 40 Prozent der Energie. Den größten Teil verbrauchen Sendemasten und Mobilfunkserver, die laufen Tag und Nacht.“

Damit auch du dein SHIFTPHONE mit einem nachhaltigen und vor allem klimaneutralen Mobilfunktarif nutzen kannst, gibt WEtell der SHIFT Community eine 25,- EUR Startprämie an die Hand.

Hammertime (MwSt-Projekt)

Hammertime (MwSt-Projekt)

In diesen besonderen Zeiten ist es uns ein Anliegen Projekte und Organisationen in unserer Region zu unterstützen. Deshalb möchte wir euch in diesem Blog von Hammertime Kassel gUG erzählen.
Heutzutage verfügen viele Menschen über eine Werkbank oder eine große Garage in der sie handwerkeln oder sich kreativ entfalten können. Doch diejenigen, die z.B in einem geballten Stadtzentrum wohnen, haben diese Möglichkeit nicht. Die Betroffenen können dann in sog. offene Werkstätten gehen, wie z.B. das Hammertime in Kassel. Im Hammertime kann jeder die vorhandenen Werkzeuge, Maschinen und Räumlichkeiten nutzen, um sein Bauprojekt umzusetzen.
Entstanden ist diese Idee durch Melania-Simona Moise. Sie bildet gemeinsam mit Thorben Egberts die ehrenamtliche Geschäftsführung der Werkstatt. Melania wollte sich ein Bett bauen, doch fehlten ihr dazu das passende Werkzeug sowie die nötigen Räumlichkeiten. Daraufhin kam ihr die Idee einer offenen Werkstatt. Dabei war sie nicht die Einzige, die sich nach so einem Ort gesehnt hat. So fanden sich Gleichgesinnte und Unterstützer, von denen jeder etwas zur Werkstatt beitrug. Manche brachten Maschinen mit, andere wiederum halfen durch ihre handwerklichen Kompetenzen.

 

 

 

 

Seit 2017 wird die 250m² große Werkstatt von ehrenamtlichen Mitarbeitenden verwaltet. Mit einer Tages- oder Jahreskarte kann man in die vielseitigen Bereiche der Werkstatt eintauchen. Die Bereiche reichen von Holz- und Glaswerkstatt über Textildruck bis hin zu Laserarbeiten.
Neben dem Alltag in der Werkstatt, finden auch hin und wieder Workshops statt, an denen man teilnehmen kann. Bei Interesse können auch ganze Räumlichkeiten für den Eigenbedarf oder für Veranstaltungen gemietet werden.

Das Motto der Werkstatt lautet „Erschaffen-Reparieren-Experimentieren“, doch dahinter steckt noch mehr. Hammertime soll ein Ort sein, an dem sich die Menschen gegenseitig unterstützen, wertschätzend begegnen und kreativ entfalten können. Neben der Weiterentwicklung von handwerklichen Fähigkeiten, entstehen im Austausch mit anderen Hobbyschraubern neue Kontakte und Beziehungen. Außerdem soll der Umgang mit Maschinen und Materialien ein rücksichtsvolles und nachhaltiges Bewusstsein schaffen. Eine Gemeinsamkeit, die wir mit Hammertime teilen, ist die Wiederverwendung von Materialien und das Reparieren von Geräten oder Maschinen.

 

 

 

 

Auch die Werkstatt musste im Zuge der Corona-Pandemie vorübergehend schließen. Mittlerweile sind die Tore wieder geöffnet und es kann wieder gehämmert und gesägt werden. Das Hammertime finanziert sich hauptsächlich aus Spenden und Nutzungsbeiträgen. Falls ihr Hammertime unterstützen oder mehr über das Projekt erfahren möchtet, könnt ihr gerne hier vorbeischauen.